Fachartikel

Warum das Sicherungsseil im Klettergarten erst das Aufwärmen ist

Hermann Schmidt · · #2

𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗱𝗮𝘀 𝗦𝗶𝗰𝗵𝗲𝗿𝘂𝗻𝗴𝘀𝘀𝗲𝗶𝗹 𝗶𝗺 𝗞𝗹𝗲𝘁𝘁𝗲𝗿𝗴𝗮𝗿𝘁𝗲𝗻 𝗲𝗿𝘀𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗔𝘂𝗳𝘄ä𝗿𝗺𝗲𝗻 𝗶𝘀𝘁.

Das Erlebnis schafft Vertrauen

Als zertifizierter Wald- und Erlebnispädagoge schätze ich gute Outdoor-Trainings sehr. Es gibt kaum einen stärkeren Moment für ein Team, als das Gewicht (und die Sicherheit) der Kolleg:innen am eigenen Sicherungsseil in den Händen zu halten.

Es erfordert Mut, sich einer Herausforderung zu stellen, und enorme Verantwortung, den anderen zu sichern. Wenn ein Teamember merkt: „Ich schaffe das, und mein Team trägt mich“, entsteht ein tiefes, echtes Selbstbewusstsein. Das ist für die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen unfassbar wertvoll.

𝗘𝘀 𝗶𝘀𝘁 𝗲𝗶𝗻 𝗴𝗲𝗻𝗶𝗮𝗹𝗲𝗿 𝗔𝗻𝘀𝗮𝘁𝘇. Doch in der betrieblichen Praxis wird er leider oft nicht zu Ende gedacht.

Ein starker Tag reicht nicht aus

Viele Unternehmen buchen dieses Event und haben einen herausragenden Tag, der beim abendlichen BBQ mit bester Laune ausklingt.

Ein rundum tolles Erlebnis, das definitiv in Erinnerung bleibt.

Was ist mit der nachhaltigen Wirkung?

Am Montag im Büro sind die ineffizienten Laufwege und alten Konflikte meist wieder exakt dieselben. Die starke Energie vom Grillabend verpufft im Tagesgeschäft.

𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺?

Im Profisport erwartet auch niemand, dass eine Mannschaft nach einem einzigen "Höhentrainingslager" automatisch eine fehlerfreie Saison spielt.

𝗗𝗮𝘀 𝘄ä𝗿𝗲 „𝘇𝘂 𝗸𝘂𝗿𝘇 𝗴𝗲𝗱𝗮𝗰𝗵𝘁“.

Entscheidend ist der Transfer in den Alltag

Das tiefe Vertrauen und das neue Selbstbewusstsein vom Kletterseil müssen in den Alltag übersetzt werden:

Wie "sichern" wir uns gegenseitig bei Projektübergaben ab?

Wie fangen wir Fehler von Kolleg:innen im laufenden Prozess auf, damit jeder stark aufspielen kann?

Vom Erlebnis zum kontinuierlichen Training

Genau deshalb arbeiten Nicole Krüger und ich bei Teamentwicklung PRO anders. Wir nutzen die unglaubliche Kraft der Natur als Kickoff – doch wir gehen den entscheidenden Schritt weiter.

𝗪𝗶𝗿 𝗯𝗲𝗴𝗹𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 mittelständische 𝗧𝗲𝗮𝗺𝘀 𝗹𝗮𝗻𝗴𝗳𝗿𝗶𝘀𝘁𝗶𝗴 und prozessorientiert. Auf das intensive Trainingslager draußen folgt der kontinuierliche "Trainings-Alltag" drinnen: In regelmäßigen kleinen Transfer-Workshops direkt im Betrieb gießen wir das neu gewonnene Selbstbewusstsein und Vertrauen in messbare Prozess-Sicherheit und eine stabile Mannschafts-Statik.

𝗧𝗲𝗮𝗺𝗲𝗻𝘁𝘄𝗶𝗰𝗸𝗹𝘂𝗻𝗴 𝗶𝘀𝘁 𝗸𝗲𝗶𝗻 𝗘𝘃𝗲𝗻𝘁, 𝗱𝗮𝘀 𝗺𝗮𝗻 𝗮𝗯𝗵𝗮𝗸𝘁. 𝗘𝘀 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗮𝘀 𝗸𝗼𝗻𝘁𝗶𝗻𝘂𝗶𝗲𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗧𝗿𝗮𝗶𝗻𝗶𝗻𝗴 𝗳𝘂𝗿 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝘀𝘁𝗮𝗿𝗸𝗲 𝗦𝗮𝗶𝘀𝗼𝗻.

Wer von euch hat schon mal erlebt, dass die geniale Energie eines Team-Events im Büro-Alltag viel zu schnell wieder verpufft ist?

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